Berichte 2019

Wir bedanken uns bei allen Pressevertretern und bei unseren Mitgliedern für die Erstellung der Fotos und Berichte.

Technische Hilfeleistung ohne hydraulischen Rettungssatz

18.06.2019

(unbekannt) Gleich vorweg: Dieser Artikel richtet sich natürlich nicht nur an Feuerwehren ohne hydraulischen Rettungssatz, sondern er dient auch allen anderen, als Quelle für neue und kreative Nutzung der Standardbeladung. Es geht also darum, welche Maßnahmen man bereits mit der Normbeladung eines TSF(-W) bzw. eines LF 10 an der Einsatzstelle durchführen kann, damit die einsatztaktischen Möglichkeiten bis zum Eintreffen des Rettungssatzes vergrößert werden.

 

Ohne den Artikel gleich vorweg zu nehmen, JA es macht durchaus Sinn auch eine kleiner Feuerwehr ohne Rettungssatz mit zu einem Verkehrsunfall zu alarmieren. Nicht nur weil gerade zu Beginn des Einsatzes mehr „Manpower“ als Gerät benötigt wird, sondern vor allem, wegen dem Zeitvorteil. Oftmals liegen die „kleinen Wehren“ deutlich näher am Einsatzort, warum also wird nur die weiter entfernte Feuerwehr mit einem Rettungssatz alarmiert?

Die Verletzten brauchen so schnell wie möglich Hilfe und es gibt mehr als genug Maßnahmen, die getroffen werden können/müssen, bevor auch nur an ein hydraulisches Rettungsgerät zu denken ist.

 

Welche Maßnahmen das im Einzelnen sind und was hier mit den Mitteln der Normbeladung möglich ist folgt nun sortiert in der Reihenfolge der Wichtigkeit nach dem Eintreffen:

 

Verkehrsabsicherung

Zusätzlich zur Absicherung durch Blaulicht, Warnblinkanlage und der richtigen Fahrzeugaufstellung, muss eine frühzeitige Warnung der Autofahrer in den festgelegten Abständen, je nach Straße, erfolgen.

 

Ausleuchten der Einsatzstelle

Eine Arbeit die, wenn man keinen Lichtmast auf dem Fahrzeug hat, doch recht langwierig ist und viel Personal bindet. Ist dieser Punkt beim Eintreffen der nachrückenden Wehr bereits erledigt, können diese deutlich schneller agieren und haben mehr Manpower für die Einrichtung des Bereitstellungsraumes und die Vorbereitung der Rettung.

 

Brandschutz

Auf jedem Feuerwehr-Fahrzeug sind ein Pulverlöscher und die altbewährte Kübelspritze verladen. Steht der PKW nicht bereits in Brand, kann schon damit der Brandschutz sehr gut sichergestellt werden. Denn ein direkt bemerkter Entstehungsbrand ist damit allemal zu löschen.

 

Lageerkundung

Eine vollständige und nützliche Lageerkundung durch den Einsatzleiter dauert je nach Ausdehnung der Unfallstelle mehrere Minuten. Diese Arbeit kann bereits durch die erst eintreffende Führungskraft durchgeführt werden, selbst wenn die Einsatzleitung im späteren Verlauf an jemand anderen abgegeben wird.

 

Patientenbetreuung bzw. Versorgung

Einer der wichtigsten Punkte, den jede Feuerwehr übernehmen kann. Die Versorgung und Betreuung des Patienten muss so früh wie möglich erfolgen und wenn es nur das Sprechen mit der Person und das Beruhigen/Erklären der Maßnahmen ist. Gleichzeitig sollte schon hier durch aktive Kommunikation verhindert werden, dass die verletzte Person ihren Kopf dreht oder bewegt. Aus diesem Grund sollte man sich immer von Vorne dem Fahrzeug nähern und erst nach dem Erklären an die Seite wechseln. Wichtig: Wer einmal die Patientenbetreuung übernommen hat bleibt auch dabei!

In sehr vielen Fällen gibt es auch bereits eine erste Zugangsöffnung, durch die Kontakt mit dem Patienten hergestellt und eventuell sogar eine Erste-Hilfe möglich ist. Wenn nicht, lässt sich oftmals schon mit einem Brecheisen, Feuerwehraxt oder Federkörner eine Öffnung schaffen. Wenn nicht auf der Fahrerseite, dann eventuell gegenüber. Nicht immer ist hier das schwere Rettungsgerät erforderlich, sondern die Tür geht mit einem beherzten Griff von alleine auf (hier muss aber zuvor stabilisiert werden).

 

Sichern und Stabilisieren

Jetzt wird es richtig technisch und auch hier kann man durchaus die Normbeladung verwenden, um das Fahrzeug gegen wegrollen bzw. umkippen zu sichern und eine ausreichende Stabilisierung zu ermöglichen.

Steht das Fahrzeug noch normal auf allen 4 Rädern muss es nur gegen Wegrollen gesichert werden. Hierfür können neben den fahrzeugeigenen Unterlegkeile, aber auch Schlauchbrücken als Keilersatz verwendet werden.

Beim Stabilisieren wird es etwas komplizierter, ist doch kein, oder nur sehr wenig Rüstholz vorhanden. Dieses lässt sich aber wunderbar mit gerollten Schläuchen ersetzen. Übereinander gestapelt kann damit das Fahrzeug wunderbar an 4 Stellen unterbaut und damit stabilisiert werden. Passt die Höhe nicht genau kann entweder Luft aus den Reifen gelassen, das Fahrzeug durch Muskelkraft (aber vorsichtig) etwas aus dem Federweg gehoben oder, wenn vorhanden, ein Keil verwendet werden.

 

Aufnehmen von auslaufenden Betriebsstoffen

Auch das kann bereits durch die ersten Kräfte ohne Rettungssatz durchgeführt werden, wenn genug Personal zur Verfügung steht. Alternativ dann spätestens nachdem die nachrückende Feuerwehr vor Ort ist und damit weitere Kapazität frei wird. Denn neben einer erhöhten Brandgefahr besteht vor allem auch eine Gefahr für die Umwelt, die wir ebenso schützen müssen. Hierfür reicht häufig das einfache Bindemittel, sowie Besen, Schaufel und Schuttmulde aus, um die Ausbreitung einzudämmen oder sogar komplett zu beseitigen.

 

Nachforderung und Rückmeldung

Direkt nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle besteht bereits ein grober Überblick über die tatsächliche Situation vor Ort. Somit lässt sich hier schon abschätzen, ob weitere Kräfte oder Spezialfahrzeuge benötigt werden. Diese frühzeitige Lagerückmeldung an die Leitstelle und gleichzeitige Nachforderung verkürzt die Eintreffzeit enorm und damit auch die Gesamtlänge der Rettung.

 

Fazit

Mal ganz abgesehen von dem Fall bei dem der Patient überhaupt nicht, wie gemeldet, im Fahrzeug eingeklemmt ist, kann durch das Alarmieren einer nahe gelegenen Feuerwehr ohne Rettungssatz sehr viel Zeit eingespart werden. Es gibt unzählige Arbeitsschritte für die erstmal überhaupt kein hydraulischer Rettungssatz nötig ist. Dafür ist gerade in der Anfangsphase Manpower alles was zählt und wie alle wissen ist es auch bei den größeren Wehen um die Tagesverfügbarkeit nicht mehr so toll bestellt.

Was aber klar ist: Auch diese Arbeitsschritte in der Anfangsphase müssen geübt werden! Auch und vor allem in Zusammenarbeit mit der nachrückenden Feuerwehr, die die Befreiung übernimmt. Denn durch eine falsch gesetzte Stabilisierung und Sicherung kann schnell der Zugangsweg versperrt werden. Dann ist keine Zeit gespart, sondern eher vergeudet. Daher muss auch bei den Wehren ohne Rettungssatz ein Verständnis für die eigentliche technische Rettung bestehen, damit diese „Fehler“ verhindert werden und die Zusammenarbeit an der Einsatzstelle reibungslos funktioniert.

Waldbrandlehrgang

18.05.2019

(FFW) 11 Einsatzkräfte unserer Feuerwehr nahmen an dem praktischen Sonderlehrgang "Waldbrand" in Sünching teil. Schon 2018 gab es dazu eine theoretische Schulung bei der Feuerwehr Pentling. Da im Gemeindebereich Barbing das Waldgebiet "Mooshof" zum Einsatzgebiet der Feuerwehr Friesheim gehört, bildeten sich die aktiven Kameraden mit diesem Lehrgang fort. Hier wurden insbesondere der richtige Umgang mit Spezialbrandbekämpfungsgeräten, Wasserförderung über lange Wegstrecken, Einsatz von Faltbehältern und Brandbekämpfung von Glutnestern im Waldboden geübt. Beide Kurse wurden durch den Kreisbrandmeister "Sonderaufgaben" Siegfried Engl geleitet, welcher sich über das große Interesse an den Lehrgängen freute. Insbesondere der Waldbrandanhämger der Feuerwehr Hungersacker-Weihern war für die Waldbranfbekämpfung optimal geeignet. Unser Kommandant Martin Fischer war mit dem Lehrgangsverlauf sehr zufrieden und freute sich, dass neben ihm 10 weitere Kammeraden aus Friesheimbereit waren sich weiter zu bilden.

Brand Eltheim

06.04.2019

Bericht aus der Donaupost:

Rama Dama 2019

23.03.2019

(FFW) Unter dem Motto: „Der Landkreis räumt auf – wir machen mit“, beteiligte sich auch dieses Jahr die Freiwillige Feuerwehr Friesheim an der Umweltaktion Ramma Damma in der Gemeinde Barbing.
Bei der Aktion, die es seit 2005 gibt, wurden bis dato, weit über 120 Tonnen Restmüll eingesammelt. Nicht mit eingerechnet sind hierbei aber noch sehr viele Abfälle, die als „Wertstoffe“ bekannt sind und deshalb nach dem Einsammeln ordnungsgemäß im Wertstoffhof bzw. den Sammelcontainern abgegeben wurden und in den Wirtschaftskreislauf wieder eingebunden werden konnten.

Am Samstag waren gut 35 Sammler aller Altersklassen, darunter auch Kinder, aus den Reihen der Feuerwehr, der Feuerwehrjugend, der Faschingsfreunde und des Fischervereins Friesheim mehrere Stunden im und um das Ortsgebiet von Friesheim unterwegs, um die Natur von Unrat zu befreien. Die Müllmenge war gegenüber den Vorjahren mehr, aber insbesondere Glas- und Plastikflaschen sowie Zigarettenschachteln hatten achtlose Zeitgenossen in der freien Natur und dabei insbesondere im Bereich des Umfeldes der Straßen hinterlassen, berichtet Fischer Martin, Kommandant der FF Friesheim.
Insgesamt wurden mehrere Müllsäcke voll Flaschen in allen Variationen, Dosen, Folien, Planen, PVC-Rohre, Gartenstühle, Styroporteile, Handfeuerlöscher, ein Holzkohlegrill usw. bei der Aktion „Ramma Damma“ eingesammelt. Erneut auffällig dabei aber der Parkplatz an der Kreisstraße der R23, wo eimerweise Abfall weggeworfen wurde. Erstmals befanden sich unter dem Müll keine Autoreifen und keine Altölkanister.
Anschließend konnten sich alle Teilnehmer beim Mittagsessen, im Haus der Vereine Friesheim von den Strapazen des Vormittages erholen.

Pfarreiübung Auburg

15.03.2019

(FFW) Auftaktübung der Pfarreifeuerwehren

Die Feuerwehren Auburg, Eltheim, Friesheim und Illkofen eröffneten die diesjährigen gemeinsamen Pfarreiübungen!
Mit dem Einsatzstichwort „Vermisste Personen, Menschenleben in Gefahr“, rückten die 4 Pfarreifeuerwehren, zum Einsatzort nach Auburg aus.
Am Freitag, den 15.03.2019, galt es zwei vermisste Jugendliche im Anwesen eines landwirtschaftlichen Betriebes zu suchen, zu retten und zu betreuen.
Es musste die Stallung ausgeleuchtet werden, ebenso auch der Innenhof der zugleich als Sammelplatz aller anrückenden Einsatzkräfte diente.
Alle Personen konnten schnell gerettet werden und auch die Meldung des Einsatzleiters "Personen geborgen und an Rettungsdienst übergeben" ließ nicht lange auf sich warten.

Brand in Friesheim

13.03.2019

(FFW) Zu einem Brand eines Wohnhauses mit Person in Gefahr wurden am Dienstag den 12.03.2019 gegen 16:30 Uhr die Freiwilligen Feuerwehren Friesheim, Illkofen, Auburg-Altach, Sarching, Barbing und Donaustauf nach Friesheim alarmiert. Am Einsatzort stellte sich glücklicherweise heraus, dass keine Person mehr im Gebäude war. So konnten sich die eingesetzten Feuerwehrkräfte auf das Löschen des Brandes im Heizraum des Gebäudes konzentrieren. Da das komplette Haus verraucht war, wurde es mit 3 Drucklüftern entraucht. Durch die eingesetzten Atemschutzträger wurde das brennende Stückgut aus dem Haus entfernt und im Freien abgelöscht. Im Einsatz waren insgesamt etwa 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei.

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Freiwillige Feuerwehr Friesheim